Zuchtrichtlinien DEKZV - 1.DEKZV e.V.

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Zuchtrichtlinien DEKZV

Satzung

 

Von den Zuchtrichtlinien der FIfe abweichende  Zuchtrichtlinien des 1.DEKZV e.V.

Ausgabedatum: 01.01.2012
letzte geschäftsbedingte Änderung: 01.01.2016

 

Inhaltsverzeichnis

 

1.

Voraussetzung für die Eintragung in die Zuchtbücher

3

2.

Wurfmeldungen und Stammbäume

3

3.

Zuchteinschränkungen

4

4.

Katzenhaltung

9

5.

Zuchtkatze und Deckkater

10

6.

An- und Verkauf, Impfung

11

7.

Stammbäume und Transfer

11

8.

Allgemein

12

9.

Anhang

13

Die Zuchtrichtlinien (ZRL) des 1. DEKZV e.V. basieren auf den derzeit gültigen FIFe-Regeln, der gültigen
Fassung des Tierschutzgesetzes und den auf der Mitgliederversammlung des 1. DEKZV e.V.
abgestimmten Anträgen der Mitglieder

1.

Voraussetzung für die Eintragung in die Zuchtbücher

1.a

Jeder Züchter/jede Züchterin des 1. DEKZV e.V. ist verpflichtet, einen Zwingernamen zu beantragen.
Alle im Zwinger des Züchters/der Züchterin geborenen Jungtiere erhalten zum Vornamen den
ausgewählten Zwingernamen. Der Vorname, Zwingername plus Satzzeichen und Leerstellen darf aus computertechnischen Gründen nicht mehr als 25 Stellen beinhalten. Der Züchter/die Züchterin schlägt
einen oder mehrere Namen als Zwingernamen vor; die Eintragung des Namens erfolgt nach Prüfung
durch die deutsche Zwingerschutzzentrale durch die FIFe .

1.b

Züchter/in ist, wer eine in seinem/ihrem Besitz befindliche Katze decken lässt bzw. die Mutterkatze am
Tag der Geburt besitzt.

1.c

Zur Zucht dürfen nur Katzen herangezogen werden, die in einem der Zuchtbücher des 1. DEKZV e.V. eingetragen sind. Es werden Deckbescheinigungen von Katern aus anderen Verbänden, deren
Stammbaum einer genetischen Überprüfung durch den Zuchtausschuss standhält, anerkannt. Nicht auf FIFe-Ausstellungen erworbene Titel werden mit schwarzem Sternchen gekennzeichnet.

2

Wurfmeldungen und Stammbäume

2.a

Die Geburt aller Jungtiere ist innerhalb von vier (4) Wochen unter Einsendung der Wurfmeldung, der fotokopierten Stammbäume der Elterntiere sowie deren Impfnachweise(Kopien der Impfpässe oder  Impfbescheinigung zur Wurfmeldung mit Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut, sowie Leukoseimpfung/oder negativem Leukosetest [nicht älter als ein Jahr] und alle obligatorischen Tests)
bei der Geschäftsstelle zu melden. Bei Tieren mit Weißanteil (01,02) muss die Augenfarbe angegeben werden.Verspätet eingehende Meldungen werden mit einem Säumniszuschlag pro Woche belegt,
der sich nach der gültigen Gebührenordnung richtet. Sofern Farben, Zeichnung oder Geschlecht zum Zeitpunkt der Wurfmeldung noch nicht feststellbar sind, müssen diese sowie die eventuell noch fehlenden Namen innerhalb von 6 Monaten nach der Geburt nachgereicht werden. Bei Überschreitung dieser
Frist wird eine Verweisgebühr nach der gültigen Gebührenordnung erhoben. Eine digitale Meldung ist möglich.

2.b

Nur Mitglieder unseres Verbandes können Stammbäume oder Eintragungskarten für die in ihrem Zwinger geborenen Jungtiere beantragen. Es müssen für alle in dem Zwinger geborenen (lebenden) Jungtiere Stammbäume oder Eintragungskarten beantragt werden.

2.c

Alle im Eigentum eines Mitglieds befindlichen Katzen, die zur Zucht verwendet werden oder bei
Ausstellungen vorgestellt werden, müssen beim 1. DEKZV e.V. registriert sein. Nur der/die beim Verband registrierte Eigentümer/in kann die Katze für Ausstellungen melden oder Stammbäume für Jungtiere beantragen sowie Deckbescheinigungen unterschreiben. Ist der/die eingetragene Eigentümer/in nicht identisch mit demjenigen/derjenigen, der/die derartige Dienstleistungen erbittet, werden die Meldungen zurückgewiesen.

2.d

Unter Berücksichtigung der gültigen Zuchtrichtlinien wird für jedes im 1. DEKZV e.V. gemeldete Jungtier
eine Eintragungskarte oder ein Stammbaum mit bis zu vier Ahnengenerationen erstellt. Die Abstammungsnachweise für die Jungtiere werden dem Züchter/der Züchterin bzw. an die Zuchtwarte der Vereine gesandt.
Auf Wunsch des Züchters/der Züchterin können die Ahnengenerationen erweitert werden. Für solche erweiterten Abstammungsnachweise wird eine zusätzliche Gebühr nach der gültigen Gebührenordnung erhoben.

2.e

Stammbaum und zugehöriges Transfer eines Tieres aus einem anderen Verband, wenn dieser diese
nutzt, müssen sofort nach Erhalt, auf jeden Fall bevor das Tier zur Zucht verwendet oder ausgestellt
werden soll, der  Geschäftsstelle des 1. DEKZV e.V. bzw. den Zuchtwarten der Vereine zur
Umschreibung und Eintragung in ein Zuchtbuch des 1. DEKZV e.V. eingereicht werden. Es sind der
Original-Stammbaum und ggf. das Original-Transfer vorzulegen. Stammbäume von Katzen aus nicht
der FIFe angeschlossenen Verbänden werden in das entsprechende Zuchtbuch mit Vor- und
Zwingernamen übernommen, sofern der Stammbaum einer genetischen Überprüfung standhält.
Die Tiere erhalten eine Zuchtbuchnummer des 1. DEKZV e.V., die auf dem Original-Stammbaum
vermerkt wird.

2.f

Farbänderungen in bereits ausgestellten Stammbäumen können bis zum Alter von 3 Monaten der Zuchtbuchstelle vom Züchter/von der Züchterin mitgeteilt und kostenpflichtig geändert werden, danach
nur mit einer Farbbestimmun durch zwei FIFe Richter anlässlich einer FIFe Ausstellung in Deutschland, Bestimmungsklasse 13c. Der Zuchtausschuss prüft die Änderungsmeldungen auf genetische Richtigkeit. Eigenmächtige Änderungen in den Stammbäumen sind unzulässig und machen den Stammbaum
ungültig.

 

Bei Einsendung der Wurfmeldung kann der Züchter/die Züchterin den Vermerk „Auf Antrag des
Züchters zur Weiterzucht nicht zugelassen" im Jungtierstammbaum kostenlos eintragen lassen.
Der Vermerk wird quer über den Stammbaum gestempelt. Die Aufhebung dieses Vermerkes bedarf
der Zustimmung des Züchters/der Züchterin; es wird kostenpflichtig ein neuer Stammbaum ausgestellt.
Die nachträgliche Eintragung des Zuchtsperrvermerkes ist kostenpflichtig und kann vorgenommen
werden, solange sich das Tier im Eigentum des Züchters/der Züchterin befindet.
Prämierungen auf Ausstellungen dürfen in der vorgesehenen Rubrik auf den Stammbäumen vom   Besitzer/von der Besitzerin des Tieres selbst eingetragen werden. Bewertungen für Titel müssen
innerhalb von 3 Wochen unter Einsendung der fotokopierten Urkunden der
Geschäftsstelle des
1. DEKZV e.V. bzw. den Zuchtwarten der Vereine
gemeldet werden. Nur so ist gewährleistet, dass ein erworbener Titel (Champion/Premior, Int. Champion Premior,  Gr.Int.Champion/ Premior Supreme-Champion/Premior) registriert und bei den nächsten Jungtierstammbäumen oder Ausstellungen berücksichtigt wird.

3.

Zuchteinschränkungen

3.a

Zuchtkatzen dürfen erst ab Vollendung des 10. Lebensmonates gedeckt werden. Bei einer Deckung vor Vollendung des 10. Lebensmonats muss für die Mutterkatze ein tierärztliches Gesundheitszeugnis
vorgelegt werden. Es wird eine Verweisgebühr nach der gültigen Gebührenordnung
erhoben.

3.b

Zuchtkatzen dürfen nicht mehr als drei Würfe in 24 Monaten haben. Die Wurfabstände innerhalb dieser
24 Monate sind in das Ermessen des Züchters/der Züchterin gestellt. (Beispiel: 2 Würfe 2012,
1 Wurf 2013, 2 Würfe 2014, 1 Wurf 2015 usw.). Bei Überschreitung dieser Maximalzahl wird eine Verweisgebühr nach der gültigen Gebührenordnung erhoben.

3.c

Verwandtenpaarungen:
Die Paarung zwischen Vollgeschwistern und die Paarung von Katzen, die zehn (10) oder weniger unterschiedliche Vorfahren in drei Generationen aufweisen (es sind zu zählen die Paarungspartner,
deren Eltern und Großeltern), ist vor der Deckung beim Zuchtausschuss zu beantragen, und zwar unter Beifügung der fotokopierten Stammbäume der Paarungspartner und unter Angabe des Zuchtziels.
Für die Jungtiere einer solchen Verpaarung müssen tierärztliche Gutachten beigebracht werden;
Vordrucke sind beim Zuchtausschuss anzufordern. Bei einem anormalen Befund sowie bei nicht
genehmigten Verwandtenverpaarungen können Zuchteinschränkungen oder eine Zuchtsperre
verhängt werden. Bei nicht genehmigten Verwandtenverpaarungen wird außerdem eine Verweisgebühr
nach der gültigen Gebührenordnung erhoben.

3.d

Rassekreuzungen
Rassekreuzungen im Allgemeinen sind verboten. Innerhalb der Rassegruppen bestehen keine   Einschränkungen Verwandte Rassen sind Rassen, die denselben Standard haben, mit Ausnahme der Felllänge und/oder Zeichnung.

 

Für die Registrierung von der FIFe nicht anerkannter Rassen siehe Anhang 1.

3.d1

Wird eine Rassekreuzung geplant, ist ein Antrag zu stellen, wobei das angestrebte Zuchtziel /
die angestrebte Rasse, und ein volles Zuchtprogramm sowie Zuchtpläne angegeben werden müssen.
Bei ungenehmigten Rassekreuzungen fällt sowohl für den Besitzer/die Besitzerin der Kätzin als auch
für den Besitzer/die Besitzerin des Deckkaters eine Verweisgebühr an.
Die daraus resultierenden Jungtiere werden wie folgt registriert:

•         XLH * (Name der Rasse, an der gearbeitet wird): Langhaarnachkommen
•         XSH * (Name der Rasse, an der gearbeitet wird): Kurzhaarnachkommen
Tiere dieser Bezeichnung sind nur nach Genehmigung durch den Zuchtausschuss zur Zucht
zugelassen.

Die Zuordnung der aus dieser Rassekreuzung gefallenen Jungtiere zu einer der bestehenden Rassen
und die damit verbundene Eintragung ins RIEX (Experimentalzuchtbuch) kann wie folgt erfolgen:

•         durch Ausstellung der Tiere in der Kontrollklasse (13b) ab einem Mindestalter von 3 Monaten
bei einer internationalen Ausstellung des 1.DEKZV e.V., möglichst unter Hinzuziehung eines Zuchtausschussmitgliedes. Voraussetzung hierfür ist die Bewertung der Tiere mit "vorzüglich" durch
zwei Richter.
•         Sie können von zwei internationalen FIFe-Richtern unter Hinzuziehung eines Zuchtausschussmitgliedes, der sie über die Umstände in Kenntnis gesetzt hat, evaluiert werden (Kontrollklasse) und müssen von beiden Richtern die Qualifikation „Vorzüglich“ erhalten. Die Bewertung
kann frühestens im Alter von 3 Monaten erfolgen.

3.d2

Katzen mit unbekannten Ursprung können nach erfolgter Zustimmung durch den Zuchtausschuss  in das RIEX eingetragen werden. Die Katzen werden wie folgt registriert:
– XLH * (EMS-Code der angestrebter Rasse) und als Beschreibung: "Nicht anerkannte Langhaar" + die Beschreibung der Farbe,  des Musters, usw. nach dem EMS System
– XSH * (EMS-Code der angestrebter Rasse) und als Beschreibung: "Nicht anerkannte Kurzhaar" + die Beschreibung der Farbe, des Musters, usw. nach dem EMS System
wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
a) Das Tier wurde im Mindestalter von 10 Monaten bei einer internationalen Katzenausstellung in der Novizenklasse ausgestellt (Klasse 13a; siehe Bemerkung unten).
b) Es muss von mindestens 2 internationalen Richtern denen vom FIFe Mitglied eine schriftliche
Erklärung vorgelegt wurde, warum die Katze in dieser Klasse präsentiert wird, gerichtet werden.

c) Es muss die Qualifizierung "Vorzüglich" (für anerkannte Rassen), entsprechend dem Standard der Zielrasse bzw. "I " (für nicht anerkannte Rassen) entsprechend dem vorgeschlagenen Standard von beiden Richtern erhalten.
Nach Erfüllung dieser Voraussetzungen kann ein Novize in einem Zuchtprogramm der Zielrasse
verwendet werden.

Bemerkung:
Eine Katze kann nur einmal in der Novizenklasse (Klasse 13a) ausgestellt werden.

3.e

Farbpaarungen, die verboten sind: Weiße Katzen mit weißen Katern (epistatisches Weiß, W)

3.f

Alle unter "x" eingetragenen Tiere dürfen nur nach Genehmigung des Zuchtausschusses zur Zucht herangezogen werden.

3.g

Nicht gezüchtet werden soll mit Katzen, die haben/sind:
- einen Generalfehler, der ein Ausstellungszertifikat bzw. eine Ausstellungsteilnahme ausschließt
- Schwanzanomalien, die nicht im Standard festgelegt sind
- Deformationen des Knochenbaus
- Über- bzw. Unterbiss
- schiefes Gebiss
- Tendenz zum Schielen
- Katzen mit weißen Flecken, die nicht im Standard aufgeführt sind
- Rolllid (Entropium)
- häufige Missgeburten
- Paarungen, aus denen einhodige Kater hervorgehen, sollen nicht wiederholt werden.
- Mit Katzen, die häufig bei Fehlgeburten bzw. Tod- oder Missgeburten beteiligt sind, soll nicht weitergezüchtet werden.

3.h

Nicht gezüchtet werden darf mit Katzen, die eines der folgenden Merkmale  aufweisen:
Eine Katze, die angeborene Abnormalitäten aufweist, darf nicht zur Zucht verwendet werden und nicht
als  Zuchtkatze verkauft werden.
- Hodenanomalien
- klinische HD
- Schädelanomalien
- Brustkorbanomalien
- Poly- bzw. Oligodactylie
- Taubheit
- PKD
- PK-Deficiency
- HCM
- GM
- Katzen ohne sichtbare Tasthaare
- PRA
- Strabismus (Schielen)
- Nystagmus (Augenzittern)
- Albinoauge (rot durchscheinende Regenbogenhaut des Auges)
- Photophobie (Lichtunverträglichkeit)
- Katzen mit sichtbarem Nabelbruch
- Achondroplasia, eine dominantes Gen, welches zu Zwergwuchs, verkürzte Glieder und Beine und
andere Defekte zur Folge hat (z. B. Munchkin)
- Kätzinnen, die wiederholt nur mit Kaiserschnitt gebären können

3.i

Eine genetisch bedingte Taubheit muss bei weißen Zuchtkatzen/Zuchtkatern durch eine audiometrische  Untersuchung (Messung akustisch evozierter Potentiale) entsprechend der Standardisierung des
1. DEKZV e.V. vor dem Zuchteinsatz ausgeschlossen sein.
Alle weißen Kitten eines Wurfes müssen gemäß der Standardisierung des 1. DEKZV e.V. audiometrisch   untersucht  und das Ergebnis an den 1. DEKZV e.V. zur statistischen Auswertung weitergeleitet werden.
Kitten, die nicht audiometrisch untersucht worden sind, werden zwar im (LO) eingetragen, erhalten aber
auf ihrem Stammbaum einen Zuchtsperrvermerk, der entfernt wird, wenn das Kitten audiometrisch
getestet und als hörend befunden worden ist.


Für farbige Kitten eines weißen Elterntieres und für den farbigen Verpaarungspartner wird die
audiometrische  Untersuchung gemäß der Standardisierung des 1. DEKZV e.V. empfohlen.
Die Katzen müssen vor Beendigung der audiometrischen Untersuchung mit einem Mikrochip
gekennzeichnet sein. Die Mikrochipnummer muss in der Audiometrietest-Bescheinigung vermerkt sein.
Bei blauäugigen oder Odd eyed Katzen ist eine Untersuchung auf das Vorhandensein des
Tapetum lucidum vorgeschrieben. Das Ergebnis  wird lediglich im Stammbaum vermerkt' es führt
nicht zu einer Zuchtsperre.

3.j

Um eine erbliche polyzystische Erkrankung (PKD) auszuschließen, wird vor allem für  Katzen der
Rassen PER/EXO, BRI eine Ultraschalluntersuchung der Organe des Bauchraumes empfohlen. Eine Negativ-Bescheinigung kann nur registriert werden, wenn das Tier mit einem Mikrochip versehen ist.

3.k

Für Korat-Katzen gelten die -Bestimmungen wie folgt:
Nur die Farbvarietät blau ist von der FIFe anerkannt. Es dürfen nur Korat für die Zucht eingesetzt werden,  und nur blaue Jungtiere von blauen Korat-Elterntieren werden als Korat registriert.
Nachkommen in anderen Farbvarietäten als Blau werden als XSH/XLH registriert.
Korat-Katzen, mit denen man züchten will, müssen einen DNA-Test für GM vorweisen, es sei denn,
die Eltern sind GM-frei.
Folgende Zuchtprinzipien müssen befolgt werden:
· GM-frei x GM-frei
· GM-frei x GM-Träger, alle Nachkommen aus dieser Verpaarung müssen GM-getestet werden
· Der Zuchtausschuss erteilt keine Genehmigung für Verpaarungen GM-Träger x GM-Träger.
Katzen, die gemäß dieser Regelung getestet werden, müssen durch einen Mikrochip oder eine
Tätowierung  identifizierbar sein.
Der Züchter muss die Käufer über die GM-Krankheit und die Registrierungsvorschriften der Korat
informieren. Eine den GM-Status betreffende Bestätigung eines approbierten Tierarztes muss dem Stammbaum beigefügt werden.

3.l

ACL/ACS mit geraden Ohren werden als ACS/ACL x 71 registriert, was bedeutet,  dass sie als nicht anerkannte Varietät registriert werden.
· ACL/ACS x 71 können nur im RIEX-Zuchtbuch registriert werden.
· ACL/ACS mit geraden Ohren können im Zuchtprogramm der ACL/ACS verwendet werden.

3.m

Kreuzung der Bengals mit irgendeiner anderen Rasse ist nicht erlaubt.
· Ab 01.01.2006 können Bengalen der F1 Generationen nicht mehr in der Zucht eingesetzt  werden.
· Ab 01.01.2007 können Bengalen der F2 Generationen nicht mehr in der Zucht eingesetzt werden.
· Ab 01.01.2008 können Bengalen der F3 Generationen nicht mehr in der Zucht eingesetzt werden.
· Ab 01.01.2009 können Bengalen der F4 Generationen nicht mehr in der Zucht eingesetzt werden

3.n

Für Burma gelten die Bestimmungen, wie folgt:
· Nur die Farben BUR n, a, b, c, d, e, f, g, h, j sind von der FIFe anerkannt.
· Silberne und/oder Tabby-Varietäten oder Varietäten mit Weiß sind in der Zucht nicht erlaubt.
· Nachkommen in nicht anerkannten Farbvarietäten müssen als XSH registriert werden.

3.o

Für Kurilische Bobtail Langhaar und Kurzhaar gelten die Bestimmungen  wie folgt:
· Nur Kurilische Katzen, die von den Kurilischen Inseln eingeführt worden sind, können in  der
Novizenklasse für eine Anerkennung eingetragen werden. Ihre Herkunft muss offiziell durch Papiere
belegt werden.
· Jede Kreuzung mit einer anderen Rasse ist verboten.

3.p

Eine Manx, die mindestens drei Generationen MAN (MAN 51, 52, 53 und 54)  in den Generationen
hinter ihr selbst hat, wird im LO-Zuchtbuch registriert. Eine Manx, die MAN 54 in einer oder mehreren
der drei Generationen hinter ihr selbst im Stammbaum hat, wird im LO-Zuchtbuch registriert.

3.q

Rote, creme oder schildpatt gefärbte Katzen sind nicht erlaubt. Ein fuchsrotes Cinnamon  (zimtfarben)
oder Fawn (rehfarben) kann wie Rot oder Creme aussehen, aber aus diesen Farben entstehen keine schildpatt getupften Weibchen.

3.r

Für Russisch Blau gelten die Bestimmungen, wie folgt:
· Nur die Farbvarietät Blau ist von der FIFe anerkannt. Es dürfen nur Russisch Blau für  die Zucht
eingesetzt werden und nur blaue Jungtiere aus blauen Russisch Blau Elterntieren als Russisch Blau
(RUS) registriert werden.
· Nachkommen in anderen Farbvarietäten als Blau müssen als XSH/XLH registriert werden.

3.s

Für Siamesen und Balinesen gelten die Bestimmungen, wie folgt:
· Kreuzungen von Siamesen und Balinesen aller Varietäten mit Silbernen jeder Varietät sind  verboten.
Auf Anfrage des Züchters kann der Zuchtausschuss eine Ausnahme erlauben. In solch einem Fall ist
der Zuchtausschuss für die Farbbestimmung der Nachkommen verantwortlich.
· Nachkommen ohne Weiß, die von einem oder beiden Elternteilen mit Weiß abstammen, müssen als SIA/BAL (angestrebte Rasse) registriert werden. Die  angestrebte Rasse wird für 8 nachfolgende Generationen auf dem Stammbaum notiert.

3.t

Für Sibirische Katzen gelten die Bestimmungen wie folgt:
· Die Novizenklasse ist nur für die Katzen erlaubt, die in der früheren UdSSR geboren sind.
· Jede Kreuzung mit einer anderen Rasse ist verboten.

3.u

Für Sokoke gelten die Bestimmungen, wie folgt:  Nur Sokoke-Katzen, die vom Distrikt Sokoke in
Kenia (Afrika) eingeführt worden sind, können in die Novizenklasse für eine Anerkennung eingetragen werden. Ihre Herkunft muss offiziell durch Papiere belegt werden.

 

Für Zuchtkatzen und Zuchtkater aller Rassen wird eine Untersuchung zur Bestimmung der Blutgruppe empfohlen.

3.A

Genetische Krankheiten und Tests

 

Katzen, die ein Risiko einer genetischen Krankheit tragen, die den nachfolgenden Kriterien entspricht:
-  die Krankheit führt zum Tode oder verursacht ein chronisches Leiden,
- die Krankheit tritt bei einer bedeutenden Anzahl von Tieren einer Rasse auf,
- es existiert ein zuverlässiger Test und die Krankheit könnte eliminiert werden,
sollen hinsichtlich dieser Krankheit getestet werden.

3.B

Zuchtbücher und Registrierung

3.B a

LO-Stammbuch
Im LO-Stammbuch sind Katzen registriert, die einen reinrassigen Stammbaum mit mindestens drei Generationen von der aktuellen  Katze haben. Reine Rassen beziehen sich auf die Liste der von der
FIFe anerkannten Rassen.
Die Farbvarietäten müssen unter denen sein, die in der EMS-Liste für die betreffende Rasse angeführt
und von der FIFe anerkannt sind.
Vollständige Informationen, die die Katze betreffen, sind erforderlich; z.B. der Name der Katze, der Zwingername, die vollständige Registriernummer, inklusive der Identität des registrierenden Verbandes, Geschlecht, vollständiger EMS-Code  und Geburtsdatum.

3.B b

RIEX-Stammbuch
Das RIEX ist ein Register, in dem Katzen eingeschrieben sind, die:
aus einer Kreuzung von zwei Rassen stammen
nicht den Anforderungen für das LO entsprechen.

Siehe dazu auch 2 d1 und 2 d2.

3.B c

Umschreibung
Es ist möglich, eine Katze automatisch vom RIEX in das LO umzuschreiben, wenn die Anforderungen
für das LO erfüllt sind.

3.B d

Transfer und Import aus NON-FIFe-Verbänden
Der Originalstammbaum der Katze muss respektiert werden; jedoch kann der 1. DEKZV e.V. entscheiden,
ob die Katze in das LO eingetragen wird, oder nur im RIEX registriert wird,  nach seinen eigenen Bestimmungen.

Was die Registrierung der Katzen betrifft, die von Nicht-FIFe-Organisationen eingeführt wurden,
entscheidet der 1. DEKZV e.V. über die Zuverlässigkeit der unabhängigen Organisation und wie
die Katze zu registrieren ist.

Autorisierte Stammbäume von unabhängigen Organisationen können im LO- oder RIEX-Register
registriert werden, soweit sie oben stehende Anforderungen erfüllen und nachdem sie in Hinblick
auf die genetischen Prinzipien kontrolliert worden sind.

Wenn die ausführende Organisation Transfer-Erklärungen benützt, muss diese Deklaration
beigebracht werden, wenn die importierte Katze im LO oder RIEX registriert werden soll.

Importierte Katzen behalten ihren Titel nicht. Dagegen können die Titel der Vorfahren im Stammbaum eingetragen werden.

3.B e

Allgemeine Bestimmungen
Alle von einem Mitglied eines FIFe-Mitgliedes gezüchteten Jungtiere müssen zuerst in der FIFe
registriert werden.

Die Registrierung einer Katze in das LO oder RIEX muss dem EMS-System und den genetischen
Prinzipien entsprechen.

Eine Katze, bei der der Phänotyp vom Genotyp abweicht, muss nach dem Genotyp umgeschrieben
werden, nachdem der Genotyp
· durch die Genetik der Eltern
· durch die Nachkommen erwiesen ist.
Eine Katze kann auf Ausstellungen gemäß ihrem Phänotyp konkurrieren, falls dieser von ihrem
bekannten Genotyp abweicht.  In diesem Fall muss nicht nur der bekannte Genotyp, sondern sogar der Phänotyp der Katze im Stammbaum vermerkt werden. Der Phänotyp muss mit der Beschreibung im EMS-System übereinstimmen und muss in Klammern geschrieben werden.

Wenn eine Katze einen Titel unter einer falschen Identität (Varietät) erhält, verliert sie den Titel, wenn
sie in die richtige Varietät umgeschrieben wird.

Es ist jedem FIFe-Mitglied untersagt, eine Katze, die entweder von einem FIFe-Mitglied oder von einer anderen Organisation erworben wurde, absichtlich unter einem anderen Namen als dem Originalnamen
zu registrieren.

Beim Ausstellen eines Stammbaumes (LO oder RIEX) sind alle und nur die Original-Registriernummern
der Vorfahren absolut beizubehalten.

Der ursprünglich ausgegebene amtliche Stammbaum einer Katze darf nicht zerstört werden, wenn eine
Katze in einen FIFe-Verein importiert wird.

Es ist nicht erlaubt, Katzen, die nicht importiert wurden, eine andere FIFe-Nummer zu geben.

Die erste Ursprungsregistriernummer jeder Katze muss sichtbar auf ihrem Stammbaum vermerkt sein, immer wenn importierte Katzen betroffen sind.

3.B f

Spezielle Codes für die Registrierung
Die Bezeichnung „VAR" kann hinzugefügt werden, um anzuzeigen, dass eine Kurzhaarkatze das Gen für Langhaar trägt oder tragen kann.
Dilute Modifier ‚m’

 

EMS Code

Farbe

m

Modifier

x am

karamel, basierend auf blauer Basis

x cm

karamel, basierend auf lilacfarbener Basis

x em

aprikot, basierend auf cremefarbener Basis

x pm

karamel, basierend auf fawnfarbener Basis

x *m

karamel, wo die Basisfarbe nicht bekannt ist

 

Anmerkungen:
Dieser Effekt des Dilute Modifiers ist nach der Theorie das Ergebnis einer Farbverdünnung der
verdünnten Farben, kombiniert mit einem Gen, das als „Verdünnungsmodifizierer" beschrieben wird.
In der FIFe können z.B. Siamesen so registriert werden.

4

Katzenhaltung

4.a

Alle bei einem Züchter/einer Züchterin lebenden Katzen müssen frei von ansteckenden Krankheiten sein
und einen vollständigen Impfschutz gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen haben. Tiere, die zu Ausstellungen gemeldet werden, müssen außerdem noch gegen Tollwut geimpft sein. Die
Gültigkeitsdauer der Impfung richtet sich nach dem verwendeten Impfstoff. Es wird empfohlen, alle medizinischen Vorsorgemaßnahmen durchzuführen (z. B. Leukosetest und/oder -Impfung). Katzen
und Kater sollen frei von Ungeziefer sein und unter artgerechten, hygienischen Bedingungen gehalten werden. Katzen und Kater dürfen nicht in Käfigen gehalten werden. Räume unter 6 qm Fläche und
1,80 m Höhe werden als Käfig betrachtet. Im Übrigen sind die Vorschriften des Tierschutzgesetzes zu beachten.
Ferner gelten für die Haltung die Regelungen der FIFe Zucht- und Registrierungsregeln 3.2.

4.b

Stellt ein Züchter/eine Züchterin oder Katzenhalter/in bei seinen/ihren Tieren eine ansteckende
Krankheit (insbesondere Mikrosporie, Leukose, FIP, Katzenseuche, Katzenschnupfen) fest, so muss
er/sie dies unverzüglich der Geschäftsstelle melden. In diesem Fall muss - um die weitere Ausbreitung
der Krankheit zu vermeiden - eine Zwingersperre ausgesprochen werden. Der Tierhalter/Die Tierhalterin
darf keine Ausstellung besuchen, keine Katzen zum Decken annehmen oder bringen, keine Katzen verkaufen, in Pension nehmen oder sonst abgeben. Die Zwingersperre kann über den Zuchtausschuss
oder Rechtsausschuss nach einer Zwingerkontrolle oder nach Vorlage eines tierärztlichen Attestes aufgehoben werden. Die Dauer der Zwingersperre wird vom Zuchtausschuss oder Rechtsausschuss
geregelt.

4.c

Der Zuchtausschuss und der Rechtsausschuss können unangemeldete Zwingerkontrollen durchführen
oder durchführen lassen.

4.d

Deckkater, die in geschlossenen Räumen leben:

  • müssen mindestens sechs (6) Quadratmeter Bodenfläche mit einer Mindesthöhe von 1,80 m zur Verfügung haben. Mindestens 2 qm müssen wetterfester Innenraum sein. Falls sie diese        Unterbringung mit anderen teilen, muss die verfügbare Fläche größer sein.

  • Bei jeder Unterbringung muss es mehr als eine Ebene geben, sowie einen Schlafplatz und einen Ort,       an den sie sich zurückziehen können.

  • Alle Bereiche müssen für den Menschen zugänglich sein.

Bei Zuchtkatzen müssen alle Geburten beaufsichtigt werden, für den Fall, dass Probleme auftreten.
Katzen, die werfen werden oder Jungtiere säugen, müssen die Möglichkeit haben, in einer(m)
separaten Räumlichkeit/Raum gehalten zu werden.

5

Zuchtkatze und Deckkater
Alle zur Zucht eingesetzten Katzen und Kater müssen zusätzlich zu den in Punkt 4a genannten
Impfungen  über eine wirksame Leukoseimpfung oder einen negativen Leukosetest-nicht älter als ein
Jahr- verfügen. Sollte der Impfschutz bei Katzen während der Trächtigkeit seine Gültigkeit verlieren,
so sind die Tiere zusammen mit der ersten  Impfung der Welpen nachzuimpfen. Bei
Zuwiderhandlungen entscheidet der Zuchtausschuss.

5.a 1

Katzen aller Rassen, mit denen gezüchtet werden soll, müssen Schnurrbarthaare besitzen

5.a 2

Bevor ein Kater als Deckkater eingesetzt wird, benötigt er eine tierärztliche  Bestätigung, dass
die Hoden normal ausgebildet und in den Hodensack abgesunken sind.

5.b

Zucht- bzw. Deckkater sind Kater, die in Wurfmeldungen als Deckkater erscheinen.
Für die Führung von Deckkatern im offiziellen Zuchtkaterverzeichnis unserer Fachzeitschrift ist der
jährliche  Nachweis einer Richterbewertung in der "Offenen Klasse" mit mindestens "vorzüglich"
vorzulegen (ausgenommen Deckkater, die bereits Titel ab Champion erworben haben) und die
Bestätigung, dass der Kater bereits lebenden, gesunden Nachwuchs gezeugt  hat. Diese Unterlagen
sind unaufgefordert im letzten Quartal jeden Jahres vorzulegen. Nur Kater von Mitgliedern unseres Verbandes können in das Zucht aufgenommen werden.

5.c

Um eine Ausbreitung ansteckender Krankheiten soweit wie möglich einzuschränken,  wird empfohlen, Ausstellungstiere frühestens 14 Tage nach dem Besuch einer Ausstellung zur Paarung zu verwenden,
wenn der Paarungspartner aus einem anderen Zwinger kommt.
Um sinnlose Vermehrung zu verhindern, ist es verboten, Kätzinnen zum Decken anzunehmen, deren
Besitzer keinem Katzenzuchtverband  angeschlossen sind

5.d

Sobald die gedeckte Katze beim Katerbesitzer/bei der Katerbesitzerin abgeholt wird,  ist die geforderte Deckgebühr zu zahlen. Der Besitzer/Die Besitzerin der Kätzin erhält vom Katerbesitzer/von der Katerbesitzerin sofort einen ausgefüllten und unterschriebenen Deckschein und eine Fotokopie des Katerstammbaumes, sowie einen  Nachweis über die gültigen Impfungen inkl. Leukoseimpfung oder negativem Leukosetest (nicht älter als ein Jahr). Der Deckkaterbesitzer/ die Deckkaterbesitzerin
bescheinigt damit, dass der angegebene Kater tatsächlich der Vater der zu erwartenden  Jungtiere ist.
Es ist untersagt, Jungtiere als Deckentschädigung zu versprechen oder sich versprechen zu lassen.
Die Vereinbarung eines Vorkaufrechtes für ein Jungtier ist zulässig. Bleibt eine Paarung ohne Erfolg,
so ist der Deckkaterbesitzer/die  Deckkaterbesitzerin innerhalb von 7 Wochen nach dem Deckdatum schriftlich zu benachrichtigen. In diesem Fall hat der Besitzer/die Besitzerin der Kätzin innerhalb eines
Jahres beim Kater mit der gleichen Kätzin noch zwei Nachdeckungen frei. Ist die  Annahme der Kätzin in diesem Zeitraum seitens des Deckkaterbesitzers/der Deckkaterbesitzerin nicht möglich, so ist er/sie verpflichtet, fünfzig (50) Prozent der Deckgebühr an den Katzenbesitzer/die Katzenbesitzerin
zurückzuzahlen. Nimmt  der Katzenbesitzer/die Katzenbesitzerin die kostenlosen Nachdeckungen für seine/ihre Katze nicht in Anspruch, so kann er/sie keinerlei Rückzahlung verlangen.

5.e

Eine Kätzin darf frühestens 3 Wochen nach einer Deckung mit einem anderen  Kater zusammenkommen. Dies gilt auch bei vorübergehend entlaufenen Zuchtkatzen nach deren Rückkehr.

5.f

Alle Zuchtkatzen müssen entweder mit einem Mikrochip (bevorzugt) oder mit Tätowierung  identifiziert
sein und der Identitätscode Muss im Stammbaum vermerkt sein. Ausnahmen werden für Kater gemacht,
die nicht in der FIFe registriert sind.

6

An- und Verkauf, Impfung

6.a

Die Abgabe von Tieren an Tierhändler/innen, Zoofachgeschäfte und Versuchsanstalten  oder ähnlich
geartete Organisationen ist verboten. Katzen mit FIFe-Papieren dürfen nicht in Tierhandlungen
abgegeben oder verkauft werden. Eine Vermittlung über eine Zoohandlung, bei der das Tier bis zur
Abgabe beim Züchter/bei der Züchterin  bleibt, ist erlaubt.
Es ist ebenfalls nicht erlaubt, Katzen bzw. entsprechende Dienstleistungen wie Deckkater-Angebote
auf Auktionen  oder ähnlichem zu offerieren oder zu handeln, seien diese Versteigerungen körperlich
oder elektronisch.

6.b

Die Züchter/innen dürfen ihre Jungtiere ab einem Alter  von 12 Wochen und nur mit mindestens
folgendem Impfschutz abgeben: 2 Impfungen gegen Katzenschnupfen und 2 Impfungen gegen Katzenseuche. Nur wenn die Auffrischimpfung nach der 12. Woche verabreicht wird, ist der Impfschutz
als ausreichend zu betrachten.  Die jungen Katzen müssen gesund, entwurmt und ungezieferfrei sein. Reklamationen von Käufern/ Käuferinnen, die beweisen, dass diese Bestimmungen vom Züchter/von
der Züchterin nicht erfüllt wurden, werden an den Rechtsausschuss weitergeleitet.

6.c

Der Züchter/Die Züchterin ist verpflichtet, den Verkauf und sonstige Abgabe seiner/ihrer Jungtiere  und anderer Katzen zu kontrollieren und aufzuzeichnen. Zu notieren sind Name des Jungtieres,
Geburtsdatum, Farbe, Zuchtbuchnummer, Abgabedatum, Name und Adresse des/der neuen
Besitzers/in. Jegliche Vereinbarungen oder einschränkenden Abmachungen mit  Käufern von
Jungtieren oder bei Deckungen durch einen Kater müssen in schriftlicher Form geschehen, um Missverständnisse zu vermeiden.

6.d

Ein Züchter, der ein Jungtier mit angeborenen Abnormalitäten verkauft, muss  eine Benachrichtigung
an den Zuchtausschuss senden, um eine „Zuchteinschränkung" in den Stammbaum eintragen zu lassen.

6.e

Vorgeschriebene Tests

 

Test

Rasse

Bemerkung

Gangliosidose
(GM1/GLB1 und GM2/HEXB)

KOR

Obligatorisch

Gangliosidose
(GM1/GLB1)

BAL, OLH, OSH, PEB,
SIA, SYL, SYS

Gangliosidose
(GM2/HEXB)

BUR

Obligatorisch

Glycogenspeicherkrankheit Typus IV (GSD IV)

NFO

Obligatorisch

BAER (brainstem auditory evoked response) Untersuchung des  Gehörs

Es ist verboten mit tauben Katzen zu züchten. Die Katzen müssen beidseitig hörend sein.

 

7

Stammbäume und Transfer

7.a

Der Stammbaum gehört zu jeder Katze. Der Stammbaum und der Impfpass sind dem/der neuen Eigentümer/in auszuhändigen. Der Verkauf ist der Geschäftsstelle umgehend formlos mitzuteilen.

7.b

Beim Tod einer Katze ist die Geschäftsstelle zeitnah zu unterrichten.

7.c

Bei Verstößen gegen die geltenden Zuchtrichtlinien wird eine Verweisgebühr  erhoben, deren Höhe sich
nach dem Verstoß richtet. Beantragte Stammbäume können verweigert und stattdessen nur Eintragungs erstellt werden. Bei wiederholtem Nichtbeachten der Bedingungen erfolgt eine Verwarnung mit dem
Hinweis, dass  ein weiterer Verstoß ein Verfahren vor dem Rechtsausschuss einleitet, das den
Ausschluss aus dem Verband nach sich ziehen kann.

8

Allgemein

8.a

Beim Ausstellen von Stammbäumen werden die geltenden FIFe-Bestimmungen zugrunde  gelegt.
Fehler Angaben bei der Beantragung von Stammbäumen können jederzeit von der Zuchtbuchstelle
in den Eintragungspapieren der Tiere und deren Nachkommen geändert werden. Entstehende Kosten
trägt der Züchter/die Züchterin.

8.b

Bei Unklarheiten bezüglich der Rasse und Farbe empfehlen wir, das Tier bei einer  Ausstellung
vorzustellen und begutachten zu lassen. Erfahrene Richter/innen stehen dort jederzeit zur Verfügung.

8.c

Die Novizenklasse ist für folgende Rassen geschlossen:
· MCO Maine Coon
· RAG Ragdoll
· NFO Norwegische Waldkatze
· TUA Türkisch Angora
· BEN Bengal
· KOR Korat
· MAU Egyptian Mau
· OCI Ocicat
· RUS Russisch Blau

8.d

Für zuchtspezifische Fragen wenden Sie sich bitte direkt an den Zuchtausschuss  des 1. DEKZV e.V.

8.e

Die anerkannten Farben in den unter 3d aufgeführten Rassen sind in der FIFe-EMS-Codeliste aufgeführt.

 

Anhang 1
anerkannte Rassen

EMS Code

Rasse

Verwandte Rasse

ABY

Abessinier

SOM

ACL

American Curl Langhaar

ACS

ACS

American Curl Kurzhaar

ACL

BAL

Balinese

OLH,OSH, SIA

BEN

Bengale

---

BLH

Britisch Langhaar

BSH

BML

Burmilla

---

BSH

Britisch Kurzhaar

BLH

BUR

Burma

---

CHA

Chartreux

---

CRX

Cornish Rex

---

CYM

Cymric

MAN

DRX

Devon Rex

---

DSP

Don Sphynx

---

EUR

Europäer

---

EXO

Exotic

PER

GRX

German Rex

---

JBT

Japanischer Bobtail

---

KBL

Kurilische Bobtail Langhaar

KBS

KBS

Kurilische Bobtail Kurzhaar

KBL

KOR

Korat

---

LPL

LaPerm Langhaar

LPS

LPS

LaPerm Kurzhaar

LPL

MAN

Manx

CYM

MAU

Ägyptische Mau

---

MCO

Maine Coon

---

NEM

Neva Masquerade

SIB

NFO

Norwegische Waldkatze

---

OCI

Ocicat

---

OLH

Orientalisch Langhaar

BAL, OSH, SIA

OSH

Orientalisch Kurzhaar

BAL, OLH, SIA

PEB

Peterbald

---

PER

Perser

EXO

RAG

Ragdoll

---

RUS

Russisch Blau

---

SBI

Heilige Birma

---

SIA

Siamese

BAL, OLH, OSH

SIB

Sibirer

NEM

SIN

Singapura

---

SNO

Snowshoe

---

SOK

Sokoke

---

SOM

Somali

---

SPH

Sphynx

---

SRL

Selkirk Rex Langhaar , prov. anerkannt

SRS

SRS

Selkirk Rex Kurzhaar , prov. anerkannt

SRL

THA

Thai, prov. anerkannt

---

TUA

Türkisch Angora

---

TUV

Türkisch Van

---

SYL werden BAL und SYS werden SIA mit weiß (01,02,03,09)

Von der FIFe nicht anerkannte Rassen

EMS Code

Rasse

Bemerkung

ABL non*

American Bobtail Langhaar

ABS non *

American Bobtail Kurzhaar

AMS non *

American Kurzhaar

AMW non *

American Wirehair

ASL non *

Asian Langhaar

ASS non *

Asian Kurzhaar

Diese Rassen sind eine Gruppe von Katzen, z.B. Asian Tabby Burmilla & Bombay, welche nur im GCCF anerkannt sind

AUM non *

Australian Mist

BOM non *

Bombay

Nicht-GCCF

BRX non *

Bohemian Rex

CEY non *

Ceylon

CLS non *

California Spangled

NEB non *

Nebelung

RGM non *

RagaMuffin

STE non *

Sterling

TIF non *

Tiffanie

TOL non *

Tonkinese Langhaar

TOS non *

Tonkinese Kurzhaar

 
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